16.05.2016

Rezi: "Drachenelfen - Himmel in Flammen" (Band 5)- Bernhard Hennen


Broschiert: 1104 Seiten
Verlag: Heyne 
Reihe: 5/5
ISBN-10: 345326889X
ISBN-13: 978-3453268890



Schon mehrere Jahre führen die Drachen von Devanthare gegeneinander Krieg, denn sie alle wollen die Macht über die Welt Nangog besitzen. Doch es scheint so, als ob die Drachen sich selbst im Weg stehen und sie eine Niederlage verkraften müssen. Eine letzte Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt soll die Wende bringen. Zur selben Zeit werden Nandalee und ihre Kinder zu gejagten, denn auch die anderen Drachen begehren die Macht von Nadalees Kindern und so ist Nandalee, trotz großer Verachtung, auf Nachtatem, der Erstgeborene, angewiesen.

Ich habe dem Abschlussband sehnlichst entgegen gefiebert und war voller Vorfreude, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Als ich das Buch endlich in den Händen gehalten habe, habe ich es mit einem lachenden und weinenden Auge betrachtet, denn dies ist der letzte Band einer grandiosen Reihe.
Da ich schon vor einigen Jahren die anderen Elfen Romane gelesen habe, konnte ich mir natürlich denken wie der Drachenelfen Zyklus ungefähr enden wird und dennoch ist es dem Auto gelungen Spannung aufzubauen und auch die Sprache ist wieder einfach absolut Bildgewaltig. Die Figuren mussten sich aus prekären Situationen kämpfen und schwierige Probleme lösen und des Öfteren sah dies nicht unbedingt gut für die Figuren aus. Über jeden Charakter schwebt der Tod und ich musste mich immer fragen, wer als nächstes stirbt.
Trotz der beachtlichen Dicke von über 1000 Seiten kam nie Langeweile auf und keine Seite erschien mir überflüssig. Durch relativ kurze Kapitel und durch viele Perspektivwechsel gelingt es dem Autor eine konstante Spannung entstehen zu lassen.
Die Geschichte ist voller überraschenden Wendungen und dennoch werden nicht alle Fragen geklärt und es bleiben wirklich so einige Schicksale ungeklärt, daher hege ich durchaus die Hoffnung, dass Bernhard Henne noch weitere Romane verfasst, die im Elfenuniversum spielen.

Die Drachen wurden mir während des Zyklus immer unsympathischer, denn sie wirken auf mich absolut selbstgerecht und ungerecht. Sie Wertschätzen ihre Drachenelfen kaum und spielen mit ihnen als seien sie allesamt Gegenstände.
Auch wenn die Deventhare in vielen Aspekten kaum besser als die Drachen sind, fand ich sie stellenweise wesentlich sympathischer, da ich oft das Gefühl hatte, dass ihnen doch mehr an den Menschen liegt und sie nicht wollen, dass sie sinnlos sterben.
Nandalee erhält im letzten Band zum Glück deutlich mehr Platz in der Geschichte. Durch ihre wilde und starke Persönlichkeit zählt sie neben den Unsterblichen Aaron und Valodi zu meinen absoluten Lieblingsfiguren. Nandalee hat sich im Laufe des Zyklus authentisch und vor allem verständlich verändert. Die Erlebnisse lassen sie nicht kalt und haben ihr Leben und ihr Verhalten stark geprägt. Auch meine beiden anderen Lieblingsfiguren Aaron und Valodi haben sich im Laufe der Geschichte  verändert und sich den neuen Gegebenheiten trotz Schwierigkeiten gut angepasst. Auch hat Aaron seine leicht romantische Ader verloren, egal was passiert ist.

Insgesamt ist „Drachenelfen- Himmel in Flammen“ ein würdiger Abschluss für eine grandiose Reihe. Dennoch hoffe ich, dass der Autor noch weitere Romane rund um das Elfenuniversum verfasst, sodass wirklich noch alle offenen Fragen geklärt werden.



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