10.11.2015

Rezi: ,,Der verschollene Prinz" (Band 1)- C.S. Pacat

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Heyne Verlag 
Reihe: 1/3
ISBN-10: 3453316088
ISBN-13: 978-3453316089


Durch die skrupellose Intrige seines Bruders ist der Krigerprinz Damen, der rechtmäßige Erbe von Akielos, in die Sklaverei verkauft worden und ausgerechten Laurent, der Kronprinz des verfeindeten Reichs bekommt Damen als Genschenk überreicht. Lauren ist eitel und vor allem sehr brutal, zudem ist Laurens und sein Palast extrem locker bezüglich körperlicher Nähe.  Damen sucht ununterbrochen nach einer Fluchtmöglichkeit…


Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, hoffte ich auf einen interessanten und mitreißenden Fantasyroman. Jedoch weißt die Geschichte kein einziges Fantasyelement auf. Schon nach wenigen Seiten war klar, was mich wirklich erwartet und zwar Sex und etwas Politik. Schon nach wenigen Seiten ging es in dem Roman zur Sache. Leider wurden die Szenen, die sich hauptsächlich unter Männern abspielten, sehr plump und ich muss leider sagen, wirklich ordinär, geschildert. Die Autorin fokussiert wirklich kaum andere Elemente und so habe ich einfach nichts über die Welt erfahren, außer dass es Sklavenhandel gibt und das viele Intrigen geschmiedet werden. Die Welt bleibt also absolut flach und eindimensional, jedoch ändert dies sich zum Schluss etwas, sodass ich etwas mehr über die Welt und die Menschen erfahren habe. Der Roman hätte einfach noch einige Seiten mehr benötigt, denn grade als ich gedacht habe: ohh, die Autorin bekommt die Kurve, endet der Roman.

Der Schreibstil wirkt grade zu Anfang sehr plump. Die Dialoge sind sehr umgangssprachlich gehalten und es ist einfach kaum Spannung vorhanden. Zudem konnte ich aufgrund der plumpen Schreibweise einfach nicht mit dem Protagonisten Damen mitfiebern.
Die Figuren waren für mich nicht greifbar und ich konnte absolut keine Beziehungen zu ihnen aufbauen. Erst zum Ende hin habe ich wenigstens minimale Informationen zu den Figuren erhalten, sodass sie nicht ganz so eindimensional wirken.

Alles in allem hat mich der Roman wirklich enttäuscht, da ich einfach etwas vollkommen anders erwartet habe und ich mich nicht mit dem ordinären Schreibstil anfreunden konnte. Zum Glück ist es der Autorin zum Schluss jedoch noch gelungen eine leichte Kurve zu bekommen, sodass die Figuren und die Geschichte etwas mehr tiefe erhalten haben. Obwohl mich der erste Teil nicht überzeugen konnte werde ich der Autorin vielleicht noch einmal eine Chance geben. 




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