15.12.2013

Rezi: ,,Der Bund der Illusionisten- Flüsternder Sand" (Band 1)- Glenda Larke




Taschenbuch: 608 Seiten
ISBN-10: 344226796X
Reihe : 1/3




Ligea wird im Kindesalter aus ihrem Geburtsland Kardistan entführt und zu einer Agentin des Imperiums ausgebildet. Mittlerweile fühlt sie sich im Imperium zu Hause. Ligea erhält einen wichtigen und zugleich heiklen Auftrag von der Bruderschaft: Sie soll zu ihrem Geburtsland zurück kehren und den Wiederstand gegen das Imperium zerschlagen. Mit Feuereifer macht sich Ligea an ihre Aufgabe, doch fragt sie sich langsam, wer wirklich der Feind ist: Kardistan oder das Imperium Tyr.

 ,,Flüsternder Sand“ ist der Auftakt zu einer fulminaten Fantasy-Trilogie. Eine mitreißende und originelle Geschichte, gespickt mit interessanten und überraschenden Wendungen, entführt den Leser in eine andere Welt. Die Geschichte lebt durch die überraschenden Wendungen, Andeutungen leicht zu übersehenden Details, politischen Intrigen und interessanten Charakteren.
                                                                                                                                       
Das tyrannische Imperium  weißt eine starke Ähnlichkeit zum Römischen Reich auf. Beide zeichnen sich durch eine gebildete (und ihrer Meinung nach überlegende Kultur) aus, es wird  viel Wert auf Bildung gelegt. Das tyrannische Imperium unterjocht die schwächeren Länder und versucht ihnen ihre Kultur aufzuzwingen.
Durch einen Fesselnden und detailreichen Schreibstil zieht Glenda Larke die Leser in ihren Bann. Die verschachtelten Sätze fließen fast nahtlos ineinander und die Geschichte erwacht vor dem inneren Auge des Lesers.                                                                                                                                       
Die Wortspielereien der Autorin verleihen dem Roman zusätzliche eine charmante Note. So ähnelt der Name des Imperiums Tyr oder die Bevölkerung (Tyraner) stark dem Wort Tyrann und dieses triff durchaus zu. Das Imperium unterdrückt andere Bevölkerungen, herrscht mit strenger und grausamer Hand. Auch die Bevölkerung leistet ihren Teil um die anderen Länder bzw. Kulturen zu tyrannisieren. So unterstützen und fördern sie den Sklavenhandel (alle Sklaven kommen aus besiegten Ländern) und sprechen den Sklaven keinerlei Rechte zu.                                                           
Auch Kardistan wird interessant, aber weitaus positiver als das Imperium Tyr dargestellt und vor allem  das  originelle Magiersystem bezaubert den Leser (ich gehe auf das System nicht genauer ein sonst Spoiler ich zu viel). Kardistan ist eher ein Außenseiter im großen Imperium und scheint eher unwichtig zu sein, doch das Land hat ungeahnte Macht.

Die Protagonisten sind keineswegs Stereotypisch sondern haben sehr sympathische, als auch unsympathische Charakterzüge und wirken deswegen sehr authentisch und erfrischend anders. So ist Ligea beispielsweise eine starke und mutige Frau, zugleich kann sie aber auch ungemein hochmütig und selbstgerecht wirken.                                   
Es gibt unzählige Charaktere, aber Glenda Larke beherrscht es vortrefflich die zahlreichen Charaktere übersichtlich darzustellen und jedem einzelnen Leben einzuhauchen.                                                                                                                                
Natürlich darf auch keine Liebesgeschichte fehlen, diese ist tragische, einfühlsam geschildert und bar jeden Kitsches und ergänzt die Geschichte perfekt.

Alles in allem hat mir ,,Der Bund der Illusionisten“ sehr gut gefallen und ich bin der Meinung, dass das Buch wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat.  Ein interessantes Magiersystem, mit authentischen Charakteren und einem tollen Schreibstil haben mich restlos überzeugt.

Fünf von fünf Schafen plus Bonus Schaf. 


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