06.10.2013

Rezi: ,,Mondherz"- Christiane Spies





Konstantinopel fällt im Jahre 1455 unter dem gnadenlosen Ansturm des osmanischen Heers, es scheint, als ob Ungarn endgültig verloren ist.                                                                       
Die junge Adelige Veronika besucht die Hochzeit ihrer Cousine und erlebt einen grauenvollen Mord an einem Priester, denn so scheint es, wird der Priester von einer riesigen Bestie zu Tode gebissen. Auch Veronika wird von dem furchteinflössenden Tier angegriffen, sie überlebt den Angriff jedoch. Das Leben von Veronika verändert sich ab diesem Moment grundlegend, denn in ihr erwacht eine Wölfin. Der geheimnisvolle Gábor versucht Veronika zu helfen, sich in der neuen Welt zurechtzufinden, denn er selbst ist ein Wertvolles Mitglied des Werwolfbundes.


Christiane Spies gelingt es ihn ihrem Debüt Roman ,,Mondherz“ reale und fiktive Ereignisse zu einer wundervollen Geschichte zu verweben. Wer jedoch eine spannungsgeladene Geschichte, reich an Fantasy Elementen erwartet, wird enttäuscht. Ein Großteil  der Story wird von den historischen Aspekten, als auch von der Liebesgeschichte zwischen Veronika und Gábor eingenommen.


Der Schreibstil zeichnet sich durch eine gut durchdachte Wortwahl aus und ermöglicht dem Leser so ein schnelles Abtauchen in die Geschichte. Leider legen teilweise zu ausführliche und sich wiederholende Beschreibungen dem Lesefluss Stolpersteine in den Weg, sodass ,,Mondherz“ stellenweise recht zäh ist.

Veronika ist, für das Jahrhundert typisch, sehr religiös und gottesfürchtig, sie hadert deswegen umso mehr mit ihrem neuen Schicksal. Sie hält sich, da sie jetzt eine Wölfin ist, für eine Teufelsgestalt. Ihre ständige Angst vor Gottes Straffe macht sie zunächst zu einem sehr anstrengenden Charakter. Zum Glück entwickelt sich Veronika im Laufe der Geschichte und wird durch einen harten und langen Weg zu einer starken Frau.
Gábor wird als ein mysteriöser und starker Mann dargestellt. Nur langsam lüftet sich das Geheimnis rund um seine Abstammung. Für ihn zählt Treue und Loyalität zum Bund als höchste Gabe und umso schwieriger wird es für ihn seine Liebe zu Veronika zu akzeptieren, da die Liebe der beiden vom Bund  nicht geduldet wird.
Die Liebesgeschichte artet nicht zu einer vor Teenager-Romantik bestimmten Geschichte aus, beinhaltet dennoch zu wenig Tiefe um authentisch zu wirken. Die Beziehung wird zum größtenteils von dem Faktor der unmöglichen und nicht gebilligten Liebe bestimmt.

Das Cover von ,,Mondherz“ ist wunderschön und vor allem passend gestaltet. Es wirkt mythisch und düster. Der realistisch gestaltete Wolf unterstreicht den Inhalt des Romans und verdeutlicht, was den Leser in ,,Mondherz“ erwartet.

Alles in allem ist ,,Mondherz“ ein gelungenes Debüt mit leichten schwächen und erhält von mir vier von fünf Schafen.



  • Broschiert: 672 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426508486
  • ISBN-13: 978-3426508480



Kommentare:

  1. Tolle Rezi und sehr gut beschrieben! Die Handlung hört sich ja nicht schlecht an, aber kann mich nicht so ganz von dem Buch überzeugen. Mein Geschmack ist aber auch nicht leicht zu treffen *g*
    Ich wünsch dir noch einen schönen Sonntag! LG

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    1. Danke^^
      Mich hat es sehr gewundert, dass mir das Buch so gut gefallen hat, es passt eigentlich nicht so gut in mein Beuteschema.

      Ich wünsche dir auch noch einen schönen Sonntag!

      LG

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